
Kronen Zeitung
NÄCHSTE ABSAGE
Rückzug! Regionalliga-Chaos wird immer schlimmer
Das hat es gerade noch gebraucht! Nachdem Salzburg händeringend nach einem achten Klub für die neu geschaffene Regionalliga Nord sucht, sind nun auch die Oberösterreicher am Zug. Ein Drittligist hat bekanntgegeben, sich freiwillig zurückzuziehen und künftig in der fünften Liga zu spielen.
Allzu sexy scheint die Regionalliga Nord nicht zu sein!
Aufgrund der beschlossenen Ligareform spielen ab kommender Saison Klubs aus Salzburg und Oberösterreich gegeneinander. Geplant waren 16 Mannschaften, je acht aus den beiden Bundesländern. Die Zusammensetzung gestaltet sich allerdings deutlich schwieriger als gedacht.
Da war zunächst der Sportklub Bischofshofen, der keine Zulassung für die Spielzeit 2026/27 bekam und deshalb trotz sportlicher Qualifikation ausschied. Damit war klar, dass zu den verbleibenden fünf Salzburger Westligisten und zwei Aufsteigern aus der Salzburger Liga ein dritter Verein aus der vierthöchsten Spielklasse zum Zug kommen sollte.
Absage von Bürmoos – jetzt verzichtet auf Oedt
Der SV Bürmoos sagte allerdings vor wenigen Tagen ab. Zwar rangen sich die Spieler zu einem „Ja“ zur Nordliga, der Vorstand kippte diese Entscheidung allerdings nach sorgfältiger Überlegung aus organisatorischen und infrastrukturellen Gründen.
Der Salzburger Fußballverband (SFV) ist daher weiter auf der Suche nach einem Klub, der den Sprung nach oben wagt. Doch nicht nur hierzulande befindet sich der Verband in der Bredouille, sondern auch bei den Nachbarn.
Wie am Dienstagabend bekanntwurde, zieht sich der ASKÖ Oedt aus der Regionalliga zurück und will künftig in der fünften Liga neu durchstarten. Als Gründe werden die fehlende Infrastruktur sowie mangelnder Rückhalt von Seiten der Gemeinde genannt.
Ob die Nordliga am Ende gar nur mit 14 Teams über die Bühne geht? Das Chaos wird jedenfalls von Tag zu Tag schlimmer.
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